Auf geht’s: Start der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“

Am kommenden Samstag beginnt in München mit dem Oktoberfest die „schönste Jahreszeit“ – natürlich ist die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ auch heuer vor Ort, um Besucherinnen, die in Not geraten, Hilfe und Unterstützung zu bieten.

 

Nein heißt nein – auch auf dem Oktoberfest

Der Wiesnbesuch ist für viele der Höhepunkt des Münchner Jahres. Doch auch auf dem Oktoberfest finden sexuelle Übergriffe, dumme Anmache, Nötigungen und Vergewaltigungen statt. Die Verantwortung dafür tragen stets die Täter (und Täterinnen). Die Aktion „Sichere Wiesn“ tritt dafür ein, dass alle Mädchen und Frauen einen unbeschwerten Wiesnbesuch erleben können – denn auch auf der Wiesn ist ein sexueller Übergriff kein Kavaliersdelikt.

Deswegen sind alle Wiesn-Besucher*innen aufgefordert, aufmerksam zu sein und Zivilcourage zu zeigen, wenn ein Mädchen oder eine Frau belästigt wird. Wer sich nicht traut, alleine einzuschreiten, holt am besten Hilfe bei der Polizei, dem Personal, den Securities, anderen Gästen – oder natürlich am Security Point.

Tipps für einen gelungenen Wiesnbesuch

Bevor es richtig losgeht, gibt die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ noch ein paar Tipps, damit der Wiesn-Besuch ein voller Erfolg wird.

  • An manchen Tagen besuchen bis zu 600.000 Menschen die Wiesn. In diesem Gedränge kann man sich leicht verlieren. Am besten ist es, schon vorab einen eindeutigen Treffpunkt zu vereinbaren.
  • Handtaschen und Rucksäcke gehen verloren oder werden geklaut. Sinnvoll ist es daher, Geld, Handy, Schlüssel und Hoteladresse am Körper zu tragen.
  • Bei Überfüllung der Zelte kann es sein, dass man nicht wieder hineingelassen wird. Deswegen ist es gut, die wichtigsten Dinge beim Verlassen mitzunehmen.
  • Das Bier auf dem Oktoberfest ist besonders stark und wird in Ein-Liter-Krügen ausgeschenkt. Eine Limo und eine Brezn zwischendurch helfen dabei, länger fit zu bleiben.
  • Vorsicht vor K.O.-Tropfen: Sie machen handlungsunfähig und bewusstlos – auch auf der Wiesn werden jedes Jahr Verdachtsfälle bekannt.
  • Auch auf dem Heimweg passieren sexuelle Übergriffe. Es ist sinnvoll, sich vorher einen sicheren Heimweg zu überlegen. Frauen und Mädchen, die sich nicht sicher fühlen, finden am Security Point Hilfe und Unterstützung.
  • Im Notfall und bei konkreten Bedrohungssituationen hilft die Polizei unter der Nummer 110.

 

Wichtig bleibt zu sagen: Es gibt keine Kleidung und kein Verhalten, das vor sexueller Gewalt schützt.  Wenn Betroffenen eine Mitschuld gegeben wird und/oder sexuelle Übergriffe bagatellisiert werden, wird verhindert, dass Täter (und Täterinnen) zur Verantwortung gezogen werden.

Wir helfen, egal was passiert ist

Der „Security Point“ der Aktion bietet Beratung, Hilfe und Schutz für Wiesnbesucherinnen. Egal, ob der Handyakku leer, die Clique verloren gegangen oder der letzte Zug weg ist – das Team am Security Point hilft in allen Notlagen. Und natürlich ganz besonders dann, wenn Mädchen und Frauen auf dem Oktoberfest (sexuelle) Gewalt erlebt haben.

 

SECURITY POINT FÜR MÄDCHEN UND FRAUEN

(nur erreichbar während des Oktoberfestes)

im Servicezentrum hinter dem Schottenhamelzelt

Eingang „Erste Hilfe“

Öffnungszeiten: täglich von 18 – 1 Uhr, samstags zusätzlich ab 15 Uhr

 

 

Eine gemeinsame Aktion  von AMYNA e.V., IMMA e.V. und dem Frauennotruf München

Unterstützt von der Landeshauptstadt München sowie der Stiftung „Hänsel + Gretel“, dem Landratsamt München und zahlreichen weiteren Sponsorinnen und Sponsoren


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